Gründe für einen Hochzeitsplaner

Tipps à la MARIVENTA

In meinem Beruf werde ich berechtigterweise immer wieder angesprochen, was denn der Vorteil ist, wenn man bei seiner Hochzeit einen Hochzeitsplaner engagiert – schließlich wären das ja nochmal mehr Kosten, und eine Hochzeit an sich kostet ja schon einiges. Stellt sich also die Frage: DIY-Hochzeit oder Hochzeitsplaner?

Es steht jedem natürlich völlig frei, ob man Unterstützung  (in welcher Form auch immer) von einem Hochzeitsplaner in Anspruch nimmt oder nicht. Wenn ich ein Brautpaar kennenlerne, machen wir neben dem ersten Beschnuppern immer eine Bedarfsanalyse – das klingt jetzt völlig unromantisch, ist es aber gar nicht. Dabei finden wir gemeinsam heraus, was eine Hochzeitsplanerin an Mehrwert für die beiden bringen könnte und wo genau unsere Hilfe sinnvoll wäre. Das entscheidet ihr ganz allein.

Ganz generell gibt es aber auch viele Paare, die sich natürlich einen ganz besonderen Tag wünschen, aber denen z.B. aus beruflichen Gründen einfach die Zeit für eine ausführliche Planung, Locationsuche usw. fehlt. Oder ein Baby ist ganz frisch in der Familie angekommen und steht jetzt natürlich 24/7 im Mittelpunkt – da wollt ihr bestimmt lieber mit dem kleinen Wunder eure Zeit genießen anstatt quer durchs Land zu düsen und euch Scheunen, Restaurants und Standesämter anzusehen 😉 die Hochzeitsbranche ist im Prinzip wie eine kleine Familie, und in diesem Netzwerk hat man als Planerin einen Pool aus tollen Dienstleistern, der ständig wächst. Wir suchen für euch die passenden Dienstleister und behalten dabei eurer Budget im Auge – auch das kann nebenbei gesagt ein wichtiges Argument für die Unterstützung durch einen Hochzeitsplaner sein, denn manchmal ist es auch so, dass Wünsche und Budget leider nicht ganz so einfach miteinander vereinbar sind. Ein Hochzeitsplaner holt das Maximum aus eurem Budget raus und beachtet dabei auch, was euch besonders wichtig ist und gewichtet das auch dementsprechend im Budgetplan. Letztendlich spart ihr also oft Zeit und Geld, wenn ihr einen Planer engagiert und bekommt dazu noch alles aus einer Hand, denn als Planerin bin ich Ansprechpartner allen voran für euch, dann natürlich auch für eure Dienstleister, später aber auch für eure Trauzeugen und Gäste, wenn z.B. Überraschungen in den Tagesablauf eingebaut werden sollen. So bekommt ihr quasi eure eigene „Hochzeits-Zentrale“, die ihr jederzeit um Rat und Infos fragen könnt.

Dabei gilt für mich persönlich die Regel, dass ihr mit mir eine Zusammenarbeit eingeht, d.h., ihr gebt nicht die Kontrolle ab, sondern gewinnt mit mir lediglich eine „Hochzeitsfreundin“, die euch mit Rat und Tat zur Seite steht und Tipps und Tricks für euch bereit hält, wenn ihr sie braucht. Ich entscheide nichts alleine, sondern sage euch meine ehrliche Meinung – und wenn ihr anschließend trotzdem etwas anders umsetzen wollt, dann ist das richtig so. Wie viel ihr abgebt und wie viel ihr selbst macht, bleibt ganz individuell euch überlassen. Und eben weil die Arbeit mit und für euch so intensiv ist, ist mir auch unser eben bereits erwähntes Kennenlerngespräch so wichtig – das alles geht nur, wenn wir auf einer Wellenlänge schwimmen. Dazu mal an anderer Stelle mehr von mir :).

Aber nicht nur der „praktische“ Faktor, sondern auch der inhaltliche Teil spielt natürlich eine Rolle. Es ist immer wieder spannend, wenn ein Paar erst nach eigener Aussage so gar keine Idee hat, wie die Hochzeit aussehen soll, dann aber im Laufe des Kennenlerngesprächs unabsichtlich erste Wünsche und Vorstellungen oder Bilder in den Raum wirft, aus denen ein Hochzeitsplaner dann ein Konzept formt. Manche Bräute wissen wiederum ganz genau, was sie wollen, ihnen fehlt einfach die zündende Idee, wie sie ihr Wunschmotto umsetzen oder einzelne Bausteine zusammenbringen können und im Grunde fehlt nur ein kreativer Schubs, um ihre Traumhochzeit wahr werden zu lassen. (Ach ja, an dieser Stelle mal an die Bräutigame: Ich freue mich auch immer über eure Ideen und Meinungen ;)!!!… ) Außerdem beschäftigt sich ein Planer quasi ausschließlich mit diesem Thema bzw. der Branche und hat schon Erfahrungen, ist mit den neuesten Trends vertraut und kann euch mit vielen liebevollen Details den Tag versüßen – denn auch dafür ist ein Hochzeitsplaner (in meinen Augen) verantwortlich, damit euer Fest einzigartig wird.

„Meine Tante macht die Fotos, Mama backt und den Rest bekommen wir auch hin.“

Erst einmal finde ich es total schön, wenn sich Verwandte und Freunde in eure Planung einbringen möchten – ich bin selbst Familienmensch und weiß, dass meine Family auch etwas enttäuscht wäre, wenn sie so gar keine Aufgabe hätte. Und wie gesagt, euch schreibt ja niemand vor, wie eure Hochzeit auszusehen hat, das bestimmt ihr ganz alleine und wenn ihr viele „Helping Hands“ habt – super! Eins gebe ich meinen Paaren dann aber mit auf den Weg: Bedenkt, dass die Menschen, die euch am Hochzeitsttag selbst unterstützen mit Kuchen, Fotos etc. nicht selbst wirklich Gast sind, sondern doch auch eine Aufgabe haben, die sie ernst nehmen, irgendwie immer etwas unter Strom stehen und evtl. eure Feier gar nicht richtig genießen können. Auch z.B. für eure Eltern ist eure Hochzeit ein besonderer Tag – wenn Mama dann 3 Tage davor nur in der Küche steht um die Torte schlechthin zu zaubern, ist das bemerkenswert – aber eben auch eine „Aufgabe“ für Mama, die sie bestimmt besonders gut machen möchte und deswegen vielleicht noch nervöser als ohnehin schon ist. Und die fotografierende Tante macht das bestimmt ganz toll – aber die ist dann auch immer auf der Suche nach dem Bild und verpasst vielleicht die schöne Atmosphäre oder besondere Momente, an die sie sich selbst gern noch erinnern wird.
Mein Credo also hieraus: DIY-Hochzeiten sind super und ich finde es toll, wenn ihr persönliche Elemente mit einbaut, das gehört für mich sogar mit einer Diashow eurer Geschichte o.ä. unbedingt mit dazu. Überlegt euch aber genau, ob ihr (wenn auch nur) einzelne Aufgaben wie z.B. Fotografie, Papeterie oder Patisserie an Dienstleister abgebt und eure Gäste ganz entspannt euer Fest genießen lasst. Und wenn ihr euch für einen Hochzeitsplaner entscheidet, der dann auch an eurem Hochzeitstag dabei ist, könnt ihr euch ganz entspannt euren Gästen widmen, eure Liebe feiern und euren Tag genießen, denn eine „gute Fee vor Ort“ ist immer für euch, eure Gäste und Dienstleister da und ist immer dezent im Hintergrund und trotzdem dort, wo sie gebraucht wird.

Zum Abschluss sei also nochmal erwähnt, dass eine Hochzeit nicht automatisch zum Scheitern verurteilt ist, wenn ihr keinen Hochzeitsplaner engagiert ;). Meine Mutter hat auch schon gesagt, „früher zu meiner Zeit war das alles anders, da hat man geheiratet, war anschließend zusammen essen und das war’s“, und es stimmt, heutzutage ist eine Hochzeit schon mehr ein Event als eine schlichte Familienfeier geworden, was dann auch mehr Organisation benötigt als früher. Genau deswegen macht es für viele Paare eben auch Sinn, sich für einen Teil oder die komplette Planung Unterstützung zu holen – für euren perfekten Tag!

 

Fotos: pixabay.de

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